Montag, 28. September 2015

Soulfood im Herbst - Spaghetti mit Linsenbolognese

Im September war es auf dem Blog richtig ruhig. Ich war selbst überrascht, wie lange der letzte Beitrag schon her ist. Das liegt vor allem daran, dass ich derzeit in der Endphase beim Masterarbeit schreiben stecke und ich mir einfach nicht den Stress machen möchte, mir irgendwelche Posts aus den Fingern zu saugen. Wenn es nicht geht, gibts eben mal eine kurze Blogpause und dann geht es wieder weiter, sobald ich Zeit und Energie getankt habe. Die Arbeit ist zwar noch nicht abgegeben, aber in den nächsten 2 Monaten werde ich hoffentlich meinen Masterabschluss in der Tasche haben und ich freu mich zur Sicherheit jetzt schon mal (Vorfreude + schönste Vorfreude + so).

Heute war aber ein Tag, an dem ich überraschenderweise mal nicht erst spät abends nach Hause kam und noch vierundzwanzig Dinge erledigen musste sondern sogar bei Tageslicht (!) einkaufen gehen konnte (!!) und hochmotiviert war, etwas Gutes zu kochen. Ihr müsst euch vorstellen, seit eineinhalb Wochen habe ich keinen Kaffee im Haus! Normalerweise gibt es bei mir nur zwei Katasrophenfälle: entweder keine Milch zuhause oder keinen Kaffee. Tja, die Milch steht schon seit einer Woche im Kühlschrank und ist bald schon wieder abgelaufen, aber der Kaffee fehlt immer noch. Heute wurde dieses Problem also an der Wurzel gepackt und eliminiert (sogar mit dem Kauf eines Doppelpacks Kaffee- harhar). Und weil ich so hochmotiviert und vor lauter unerwarteter Sonnenstrahlen wohl auch ganz endophinisiert oder so war, wollte ich gleich mal ein paar Dinge von meiner Pinterest-Herbst-Pinnwand in die Tat umsetzen (immer nur pinnen macht auf Dauer nämlich auch nicht glücklich, man sollte auch ab und zu etwas von den 4000 Rezepten ausprobieren).

Und da das Rezept nicht nur sehr einfach und fleischlos (sprich vegetarisch oh- und sogar vegan!) ist, wollte ich es euch nicht vorenthalten. Auch wenn Fotos machen an einem nebligen HErbstabend suboptimal ist, es muss einfach sein!

























Ihr braucht (für 2 Personen):

120 g Linsen
Spaghetti für 2 Personen (bitte fragt mich nicht, wieviel das ist. Ich und Nudeln abschätzen...)
eine Zwiebel
ein bisschen Basilikum
12-15 Cherrytomaten
Olivenöl
Salz, Peffer und ein scharfes Gewürz (Chili o.Ä.)

Das Beste ist- alles ganz einfach! Die Zwiebel klein schneiden und im Olivenöl andünsten, bis sie glasig ist. Die Cherrytomaten halbieren und mit dem Basilikum dazu. Dann die Linsen dazuwerfen und mit Wasser auffüllen, bis die Linsen großzügig abgedeckt sind. Jetzt könnt ihr ruhig schon würzen. Ich habe auch ein bisschen Scharf reingepackt, dann bekommt die Bolognese ein bisschen Pfiff, ist aber natürlich Geschmackssache. Das wird dann auf kleienr Flamme so 20-30 Minuten köcheln gelassen, je nachdem wie lange die Linsen brauchen (einfach zwischendurch probieren, man muss sowieso ab und zu umrühren). Die Spaghetti nach Packungsanleitung kochen und dann zusammen servieren- fertig!

 So einfach geht das und ich kann euch versprechen- es schmeckt richtig richtig gut! Derzeit versuche ich wieder ein bisschen bewusster darauf zu achten, nicht ständig Fleisch zu essen und gerade solche Rezepte bieten sich dafür natürlich super an. Ganz heiß und mit ein bisschen Schärfe sind die Spaghetti so ein richtiges Soulfood, perfekt für kalte, nasse Herbstage!

Ich wünsch euch einen guten Start in die herbstliche Woche! Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin richtig in Herbststimmung und könnte jeden Tag Linsenbolognese essen. Oder Kürbisfeste besuchen. So viele Vorhaben und noch so viel Masterarbeit zu schreiben....


























Sonntag, 6. September 2015

Die Fall-Bucket List- 8 kleine Vorhaben für den Herbst

Nach einem umwerfenden, heißen, ereignisreichen Sommer wird es langsam kühler und komplementär zu den sinkenden Temperaturen steigt bei mir die Vorfreude auf den Herbst. Normalerweise gibt es ja einen schleichenden Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten, ehe man sich versieht wird die Jacke immer dicker und genauso die Schichten an Socken, die man anzieht. Aber dieses Jahr war es anders- den einen Tag war ich noch mit Flip-Flops, Shorts, Eis in der Hand und Sonnenbrille unterwegs, einen Tag später wurde mir genau diese beim ersten Schritt vor die Tür vom Kopf geweht. "Mist, Regenjacke vergessen!", dachte ich mir einen moment später. Öhm-Regenjacke? Wo ist die gleich nochmal verstaut?
Inzwischen hab ich mich an die kühleren Temperaturen (man könnte es auch Normalzustand nennen) gewöhnt und die Vorfreude auf den Herbst ist immens! (ja, wirklich immens!) Ich dachte, es wäre eine gute Möglichkeit, eine kleine Bucketliste zu schreiben. Dinge, die ich gerne machen würde. Weil ich so gern Listen schreibe. Weil ich mir vorgenommen habe, mir Dinge vorzunehmen, ohne sie mir vorzunehmen. Klingt komisch, ist aber so. Ich möchte mich inspirieren lassen und gleichzeitig nicht den Druck haben, alle Punkte abzuarbeiten. Deswegen sind auch eher kleinere Vorhaben dabei, und ich hab ausnahmsweise mal auf Riesenprojekte wie meine-eigene-Winterkollektion-nähen, jedes-Wochenende-wandern-gehen und mein-inneres-Ich-finden verzichtet. 8 kleine Dinge, auf die ich mich freue und die ich gerne diesen Herbst machen möchte. Oder vielleicht auch nicht.


1. Einen Herbstspaziergang in den Weinbergen machen
Die Weinberge gehören für mich einfach zum Herbst und zu Wien dazu. Dadurch, dass ich nicht im Zentrum wohne sondern eher am Stadtrand (oder auch auf dem Land, die böse Zungen behaupten ;)), sind die Weinberge sehr nah. Im Herbst ist es dort besonders idyllisch, wenn die Trauben reif sind und überall rote und gelbe Weinblätter in allen Schattierungen liegen.

2. Mich mit einem guten Buch im Bett vergraben
Wenn es draußen regnet und schon früh dunkel wird, gibt es nichts besseres, als sich mit einer Kanne Tee, einer Wärmeflasche und einem guten Buch im Bett zu verkriechen und zu lesen. Im Sommer bin ich endlich wieder zum Lesen gekommen, das würde ich mir gerne für den Herbst - zumindest teilweise- beibehalten 

3. Neue Frühstücksrezepte ausprobieren
Im Sommer findet man ja vor allem Obstsalat, fruchtige Smoothies und Müsli mit Beeren auf Pinterest und im Instagram-Feed. Der Herbst ist aber perfekt dafür geeignet, wieder wärmeres Porridge und andere Köstlichkeiten auszuprobieren.

4. Blogprojekte umsetzen
So viele Ideen schwirren mir im Kopf herum, aber die Zeit lässt es leider nicht zu, alle so umzusetzen wie ich gern würde. Aber man kann ja mal damit anfangen, nicht war? Außerdem möchte ich damit anfangen, auch Themen, die mich wirklich beschäftigen, Platz zu bieten (wie die aktuelle Flüchtlingssituation) anstatt nur Schönes, Praktisches und bloggeresques zu posten.

5. Eine Hühnersuppe kochen
Lacht nicht, ich habe erst wenige Male (sprich 2 Mal) eine richtige Hühnersuppe gekocht. Hauptgrund war, dass ich erstens nicht wusste, wie man das macht (im Nachhinein wirkt das lächerlich) und zweitens die Suppe eine Zeit kochen muss, um richtig gut zu schmecken.

6. Kinobesuche (am besten gleich mehrere!)
Endlich wieder in die kuscheligen Kinosessel eingraben und für zwei Stunden die welt draußen vergessen. "Fuck ju Goethe 2" kommt in die Kinos, der muss auf jeden Fall angeschaut werden!
Statt Kinobesuchen find ich auch Heimkinoabende mit sebstgekochtem Essen sehr verlockend. Hoffentlich regnet es den ganzen Herbst (außer, wenn ich meinen Herbstspaziergang in den Weinbergen mache ;))

7. Das perfekte Chai latte-Rezept finden (mit dazugehörigem Chai)
Im Winter bin ich ja ein echter Tee-Fan. Chai-latte habe ich bislang nur in Cafés getrunken und möchte gerne selbst mal ein Rezept ausprobieren. Irgendwie muss es ja möglich sein, dieses Getränk auch selbst zuhause zuzubereiten.

8. Mir weniger Stress machen
Ich bin leider ganz schlecht im Nicht-Planen. Zu viele Ideen, zu wenig Zeit. Und keine Bereitschaft, irgendetwas fallen zu lassen. So muss das nicht unbedingt weitergehen in den nächsten Wochen. Das Thema Entschleunigung ist ja im Moment sowieso überall zu finden. Am Wochenende Ausschlafen ohne Wecker, sehen, was der Tag bringt. Das würde ich mich zumindest für einen Teil meiner Freizeit wünschen.

Und wie sieht es mit euren Plänen für den Herbst aus?

Quelle

 

Donnerstag, 27. August 2015

Mir fehlen die Worte- anderen zum Glück nicht! #mundaufmachen #bloggerfuerfluechtlinge

Okay, eines nach dem anderen. Eigentlich wollte ich eine neue Blogreihe starten. Eigentlich wollte ich einen der Posts auch der Flüchtlingsproblematik widmen (ich spreche hier von Problematik, weil WIR ein Problem haben, unsere Verantwortung wahrzunehmen, man könnte genauso gut Flüchtlingskatastrophe sagen). Der erste Post sollte jedoch ganz ein anderes Thema haben und diese Woche online gehen. Manchmal muss man aber alle Pläne über den Haufen werfen, denn die Nachricht, die seit einigen Stunden durch die Medien geht, schockiert mich einfach.

 Das Sterben im Mittelmeer entsetzt uns bereits seit Monaten, die Flüchtlingspolitik fährt (meiner Meinung nach) komplett gegen die Wand und jetzt sterben direkt vor unserer Tür auch noch dutzende Menschen in einem LKW, zusammengepfercht wie Vieh. Wenn man den Artikel vom Standard liest, wird einem richtig schlecht. Anscheinend waren Flüchtlinge auf engstem Raum in diesem Kühltransporter gefangen gewesen, wie es zu dem Tod aller (!) Mitfahrender kam, ist noch unklar. Ich will es mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen. Der Fahrer ist natürlich ausgenommen, der ist nämlich flüchtig. Die Nachrichten sind mindestens genauso schlimm, wie die Dokumentationen, die ich über ehrenamtliche Schiffe im Mittelmeer gesehen habe, die mit durch Spenden finanzierte Schwimmbojen einsetzen, um hunderte von verzweifelten Menschen in Sicherheit zu bringen.
Trotzdem kommen mir fast die Tränen, wenn man so etwas liest.

Eine Bloggerin, die sich in der Flüchtlingsthematik mehr als nur eingesetzt hat, ist Maddie von DariaDaria. Die letzten Wochen ließ sie ihren Blog (und damit auch ihre Arbeit, denn sie lebt vom Bloggen) einfach stehen und fuhr nach Traiskirchen, um Flüchtlinge zu unterstützen, Sachspenden zu sortieren und einfach mit den Menschen in Kontakt zu treten.
Erst kürzlich wieder gab es von ihr einige Posts zu der Thematik, zum Beispiel "Weil ihr nicht wegschauen dürft" oder "Wie man helfen kann"

Und genau darüber zerbreche ich mir seit Wochen schon den Kopf und werde nicht schlauer. Freundinnen von mir fahren regelmäßig nach Traiskirchen, um beim Spenden sortieren zu helfen. Ich habe es bisher noch nicht geschafft, weil ich einfach nicht rechtzeitig aus der Arbeit wegkomme. Und schäme mich dafür. Sachspenden sammeln ist sicherlich sinnvoll, jedoch quellen die Spendenlager der Caritas derzeit über, weil (leider auch viel Unbrauchbares) gespendet wird.

Geld spenden ist natürlich eine Möglichkeit, von der ich auch schon Gebrauch gemacht habe, jedoch reicht mir das nicht. Ich möchte gerne etwas tun und ich möchte etwas Sinnvolles tun. Menschen aufrütteln, nicht wegzusehen, sondern den grausamen Zuständen ins Auge zu blicken.

 copyright by Maddie

Maddie hat es vorgezeigt, in ihrer Hilflosigkeit schrieb sie einen Brief an das Bundesministerium für Inneres und siehe da- aufgrund ihrer unglaublichen Plattform in den sozialen Medien bekam sie Gehör und verschaffte einer Familie ein Dach über dem Kopf. Sie hat gebrüllt und wurde gehört, wie sie es so schön formuliert hat. Ein Tropfen auf den heißen Stein, wie sie selber sagt, aber ich denke, dass hier einiges ins Rollen gebracht wurde (die Geschichte könnt ihr auch auf ihrer Facebookseite nachlesen). Es geht darum, aufmerksam zu machen und nicht die Klappe zu halten und hilflos die Schultern zu zucken.


Erst gestern kam ein großartiges Video von Joko & Klaas online. Dass ich die beiden ohnehin ganz gut finde, sei dahingestellt. Ob sie damit auch ihr Image pushen oder nicht, ebenso. Es ist mir eigentlich verdammt egal, ob die beiden oder auch Till Schweiger durch klare Statements oder ihr Engagement für Flüchtlinge mehr Zuspruch und Fans erhalten. Denn es geht darum, den Mund aufzumachen, wie sie so schön sagen.

 Dadurch bin ich auf das Projekt #bloggerfuerfluechtlinge aufmerksam geworden. Eine gute Initiative, die ich jedem ans Herz legen möchte. Es geht darum, Geld zu spenden, Dinge zu spenden, Zeit zu spenden aber- mindestens genauso wichtig- auf die Situation aufmerksam zu machen.

Nicht, um bei einem aktuellen Trend ("ich helfe jetzt auch mal ein bisschen mit um mein Gewissen zu beruhigen") mitzumachen, sondern um die Plattform, die man als Blogger hat zu nützen und Menschen zu erreichen. Und um seinen Standpunkt zu verdeutlichen. Ich teile NICHT die Meinung der rassistischen, menschenverachtenden Minderheit mit komplett verdrehtem Nationalgefühl, die Obdachlose, die ihnen ihr ganzes Leben lang egal waren, als Ausrede benützen, um gegen Flüchtlinge zu wettern.
Und nach den ganzen unfassbaren Geschehnissen, die mich sprachlos gemacht haben, reicht es jetzt mit fehlenden Worten. Etwas muss getan werden. Ich habe keine Ahnung was genau, aber es wird getan, so viel steht fest!

#refugeeswelcome

Freitag, 21. August 2015

Travel: July in Rovinj ~ Croatia ~

Ende Juli verbrachten wir eine wundervolle Woche in Kroatien. Mit unserem -in den Tagen so liebgewonnen- gemieteten Nissan Juke düsten wir in Istrien herum und pendelten zwischen Strand, Pool, viiiieeel leckerem Essen und ein paar zauberhaften Städtchen. 

Am letzten Tag verschlug es uns nach Rovinj. Ich wollte die Stadt so gerne sehen, mein Freund kannte sie bereits und war ein bisschen von den Touristenmassen erschrocken. Trotzdem habe ich Rovinj als sehr schön erlebt und möchte heute ein paar Fotos mit euch teilen.

























Heute lasse ich auch mal nur die Bilder sprechen, denn viel zu sagen gibt es nicht. Wir schlenderten ein, zwei Stündchen durch die Stadt, aßen ein Eis und fuhren dann wieder nach Hause. Ganz unspektakulär und genau richtig!
















































 Bunte Häuserfassaden, alte Fensterläden, Möwen, einen Bilderbuchhafen. Die Stadt hat ihren eigenen Charme.

















































 Tschüss Kroatien! Wunderschön war es! Bis hoffentlich bald!

Dienstag, 18. August 2015

Herzensbücher: Heute mal Spannung pur- die Cupido-Trilogie von Jilliane Hoffmann

Lesen kommt bei mir seitdem ich studiere leider immer zu kurz. Man glaubt immer, als Student hatman massig Zeit. Jeden Tag feiern gehen, erst Nachmittags frühstücken, bis tief in die Nacht die Lieblingsserien schauen und die einzige Entscheidung, die man treffen muss:Pizza Magherita oder Cardinale? Tja, wenn es mal so einfach wäre. Von Vorlesungen, die um 7:30 beginnen, einem 20 Stunden Nebenjob und viel zu vielen Hobbies war nie die Rede. Deswegen blieb leider oft zu wenig Zeit zum lesen. Nur im Urlaub kam ich dazu, endlich meine Leseliste in Angriff zu nehmen. Die wenige Zeit hat mich ja nicht davon abgehalten, haufenweise Bücher zu horten. Ich kann an keiner Buchhandlung vorbeigehen, ohne mich von einem tollen Cover verzaubern zu lassen (Cover-Opfer! Aber das hatten wir ja schon) und wenn mir ein Buch eines Autors richtig fesselt, möchte ich sofort auch alle weiteren Werke besitzen.

Normalerweise lese ich eigentlich gar nicht so viele Krimis und Thriller, aber diesen Sommer bin ich wirklich auf den Geschmack gekommen. Und seit dem Kroatien-Urlaub kann ich irgendwie nicht mehr aufhören, ein Buch in die Tasche zu stecken, um wenigstens am Abend ein paar Minuten vor dem Einschlafen oder auf dem Weg in die Arbeit mit Kaffee in der Hand ein paar Seiten zu lesen.
























So kam es, dass ich "Cupido" mehr zufällig als geplant fertig las und realisierte, dass es sich hier um eine Trilogie handelte. Um ehrlich zu sein, fiel mir das aber erst auf, als ich mit dem 2.Band fertig war und mir dachte "Hä? Das ist aber ein komisches Ende!". Googel ist mein Freund und so fand bald darauf der 3. und letzte Teil zu mir. Und da mich die Trilogie so begeistert hat, möchte ich sie euch heute unbedingt vorstellen.

ACHTUNG! Die Beschreibungen sind ohne Spoiler, ich verrate keine Inhalte, die nicht schon auf dem Buchrücken oder der Kurzbeschreibung zu finden sind! Es handelt sich einfach um meine persönliche Meinung zu en Büchern.
























Wie schon gesagt ist der erste Band "Cupido" von Jilliane Hoffmann. Die Autorin war selbst Staatsanwältin und ich bin davon überzeugt, dass sie deswegen auf so spannende wie auch erschreckende Handlungen kommt. Im Mittelpunkt von Cupido steht die junge Staatsanwältin C.J.Townsend, die eines Tages vor Gericht dem Mann gegenübersteht, der ihr in ihrer Jugend Furchtbares angetan hat. Handelt es sich tatsächlich um den gesuchten Serientäter, der diese grausamen Morde an Frauen begangen hat? Rachefeldzüge gegen psychopathische Mörder, die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern hat mir auch richtig Gänsehaut bereitet. Viel verraten möchte ich nicht- auch in Hinblick auf den weiteren Handlungsverlauf in den anderen 2 Büchern. Der 1.Band ist nicht sehr dick, man ist schon nach wenigen Seiten mitten in der Geschichte und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Und das ist nur der Anfang einer großartigen Trilogie!
























Der 2.Teil, "Morpheus" knüpft an die Geschichte im 1.Teil an. Sehr angenehm fand ich, dass Ereignisse nochmal kurz rekapituliert wurden und man so wieder an Details und Charakterzüge der Hauptfiguren erinnert wurde. C.J.Townsend scheint über die schlimmen Ereignisse, die ihr in ihrer Jugend geschehen sind, hinweggekommen zu sein. Bersonders spannend finde ich, dass man ein bisschen Einblick in die Mühlen des (amerikanischen) Rechtssystems bekommt. Klingt langweilig, sit aber furchtbar spannend. Ein Mörder wird vor Gericht verurteilt, sitzt im Hochsicherheitstrakt und die Sache hat sich, denkt man sich als Leser. Doch die Feinheiten und Gesetzesauslegungen lassen hier weitaus mehr Spielraum offen, sodass man im Laufe des Buches sogar als Leser mitfiebern muss, ob ein gefährlicher Serienkiller es schafft, den Berufungsantrag durchzubringen und sich durch die Lücken des Gesetzes zu winden.
























Der letztes Teil der Trilogie, "Argus" hat es mir eindeutig angetan. Das Buch spielt mehrere Jahre nach "Morpheus" und es kommen ganz neue Hauptfiguren auf die Bildfläche. Die junge, feurige Staatsanwältin Daria bekommt überraschend den wichtigsten Fall ihrer bisherigen Karriere. Ein neuer Serienmörder treibt in Miami sein Unwesen. Der bereits verurteilte Serienmörder William Bantling - den wir in "Cupido" schon kennengelernt haben- scheint etwas darüber zu wissen. Aber der Preis, den er für seine Informationen fordert, ist hoch. Zu hoch für die junge Staatsanwältin? Und was sagt C.J.Townsend dazu- die Frau, die William Bantling vor Jahren in die Todeszelle verfrachtet hat? Obwohl dieser Band der umfangreichste ist, überschlagen sich die Ereignisse und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nach wenigen Tagen war es ausgelesen und mein Umfeld hat mich mit meinem ständigen Hand-vor-den-Mund-schlagen, nervös-auf-den-Lippen-herumbeißen und Buch-vor-den-Kopf-schlagen-und-"neeeeiiiin!"-rufen schon aufgezogen. Das Buch rollt die ganzen vergangenen Ereignisse der ersten beiden Bände wieder auf, ohne sich zu wiederholen oder langweilig zu werden. Es ist so unfassbar spannend geschrieben, dass ich wirklich ständig Hochs und Tiefs hatte.

Mein Fazit: Die Cupido-Reihe ist nicht nur unglaublich spannend geschrieben und enthält immer wieder überraschende Handlungen, sondern auch die Hauptfiguren verfügen über sehr viel Tiefe. Es sind nicht die typischen 0815-Charaktere, sondern Menschen mit ganz eigenen Erfahrungen und Charakterzügen, die man jeden Band besser kennenlernt. Die Geschichte baut sich zwar über 3 Bücher hinweg auf, trotzdem sind die Handlungen in jedem Buch in sich abgeschlossen. Ich hasse nichts mehr als Cliffhanger ohne ein richtiges "Ende in sich". Kennt ihr das? Eine Serienstaffel ist irgendwie noch gar nicht so richtig zu Ende bzw. fühlt es sich nicht so an und plötzlich bekommt man die letzte Folge hingeknallt? Ich kann das nicht ausstehen! Auch wenn ich auf den letzten 60 Seiten immer ein "Oh Gott oh gott oh gott, wie soll das jemals wieder in Ordnung kommen?" Gefühl hatte- jedes Buch konnte ich mit genau dem richtigen Maß an Zufriedenheit zur Seite legen und hatte genau die gleiche Menge Neugier im Bauch, wie es weitergeht.
Zudem gibt es nicht nur Happy-Ends, man fürchtet ständig, dass liebgewonnene Charaktere die nächsten Seiten nicht überleben- ob es tatsächlich so ist, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.

Also- ich kann euch alle Teile wärmstens empfehlen! Als nächstes werde ich mir wohl "Vater unser" oder "Samariter" vornehmen- letzteres ist im Juli als Hardcover erschienen und klingt auch furchtbar spannend.

Und wie sieht es bei euch mit den Urlaubsbüchern aus? Habt ihr Tipps für spannende Thriller? Ich könnte gerade einen nach dem anderen lesen!

 Links zu den Büchern via Amazon*: CupidoMorpheusArgus

 *Bei den Links handelt es sich um Affiliate Links. Wenn ihr das Buch über den Link kauft, bekomme ich eine kleine Prämie, für euch ändert sich nichts am Preis. 

Mittwoch, 12. August 2015

Quadratischer Sommerurlaub - Insta-Travel deluxe oder wie das heißt!

Auch wenn ich lange Reisen liebe, sind es auch die Wochenendtrips und vor allem Kurzurlaube, die mir viel Energie bringen. Denn wo lässt sich besser abschalten als am Meer oder auf 1600 m Höhe?

Ende Juli verbrachten wir einige wundervolle Tage in Kroatien, letztes Wochenende ging es mit einer Freundin auf die Rax. Ganz unterschiedliche Arten, ein paar freie Tage zu verbringen. Entspannen, am Pool rumliegen, Eis essen und wunderschönes Zimmer vs. Wandern, Semmelknödel, Zimmer mit Dusche am Gang. Und ich muss sagen, ich habe beides unglaublich genossen. Ich bin dankbar dafür, so viele verschiedene Dinge tun zu können. Auf Instagram habt ihr vielleicht schon ein bisschen was gesehen, heute gibt es mal wieder einen Instagram-Rückblick extended version und so weiter.
Insta-Travel heißt das oder? #wanderlust #travelwithme #instatravel #travelbug #inbloggersprachemussimmerallestollklingen #scheissekeinwlanimurlaub
(Anm. der Redaktion: Auch wenn ich selber immer wieder solche Hashtags benutze, darf man sich ja auch ein bisschen über sich selbst lustig machen, oder?)

In Kroatien wurden wir upgegradet (whoop whoop, so viel Glück muss man mal haben!) Inklusive wundervollem Meerblick (UND Poolblick-tja). Unglaublich gutes Essen (frische Küche, Fisch, Pancakes, nomnomnom) und Europas größter Aquapark, der einem einen ordentlichen Adrenalinkick verpasst.
Da wir dank Mietauto mobil waren, machten wir auch Ausflüge an andere Strände. Einen Tag sahen wir uns Rovinj an. Ich war sofort verliebt in die kleinen Gässchen und bunten Fassaden, mein Freund ein bisschen geschockt von den Touristenmassen. 

Und nochmal Aquapark. Wenn ihr mal in Istrien seid, solltet ihr unbedingt dem Aquacolors Porec einen Besuch abstatten. Ab 15 Uhr gibt es ermäßigten Entritt. Mein Favorit- die gelbe Riesenrutsche. Einziger Nachteil- Riesenreifen die Treppen raufschleppen. Am Rückweg nach Österreich besuchten wir noch Bled Castle am See Bled in Slowenien. Sehr schöner Ausblick, die Burg war leider ein Reinfall (es gab keine Innenräume zu besichtigen. In der Schmiede zB wurden nur Souvenirs aus Metall verkauft, ziemlich mies. Aber der Blick entschädigt).

 Gipfelstürmer, traumhaftes Wetter, saftige grüne Wiesen, Sonne pur und ein erfrischender Wind. Das gepaart mit fast schon kitschig schöner Kulisse macht einfach gute Laune. Auch wenn man sich verläuft und statt eines kürzeren Spaziergangs dann doch 4 Stunden wandern ist. Dafür haben wir eine wunderschöne verlassene Wiese gefunden und waren sehr lange zwischen Latschen unterwegs.

Einen Besuch auf der Rax kann ich also wärmstens weiterempfehlen. Man kann mit der Seilbahn rauffahren und oben auf dem Plateau wandern (haben wir gemacht, geht trotzdem auch ein bisschen bergauf bergab- so lässt sich aber besser der derzeitigen Hitze entfliehen), alternativ kann man auch ganz raufwandern- wenn man das möchte. Auf 1600 m hat man einen wunderschönen Ausblick auf die umliegenden Berge.

Morgen geht es für mich wieder weg, ein paar Tage werde ich in Deutschland verbringen und ein paar Verwandte besuchen. Schon 2 1/2 Jahre ist es her, seit ich das letzte Mal dort war, Wahnsinn!
Die Zeit rennt, deswegen freue ich mich umso mehr, wenn ich ein paar freie Tage nutzen kann.

Habt ein paar schöne hitzige Sommertage!



Sonntag, 2. August 2015

Chaos in the kitchen: Wie ich unabsichtlich fast veganes Eis fabrizierte - NICECREAM

Es gibt Momente im Leben, da übertreffe ich mich selbst. Ehrlich, das klingt leider sehr eingebildet und selbstverliebt, aber ich weiß ja, dass ich viele Dinge nicht gut kann. Singen zum Beispiel. Oder auch zeichnen (hoffnungslos!), Fleisch anbraten (Huhn gibt es bei mir nur furztrocken oder halbroh), geduldig sein, streiten. Die Liste ließe sich endlos weiterführen. Aber es geht ja hier eigentlich darum, was ich besonders gut kann. Spontan wahnsinnig leckere Dinge fabrizieren zum Beispiel, die so gut sind, dass ich selbst immer ganz überrascht bin. Erst letztens so geschehen als ich die Breakfast-Pizza ausprobierte. Und-man mag es glauben oder nicht- heute ist es mir schon wieder passiert.

Ich liebe Eis ja in allen möglichen Variationen und pinne täglich ungefähr 23 Eisrezepte, die ich uuunbedingt bald mal ausprobieren möchte. Leider weichen hier Vorstellung und Realität gelinde gesagt drastisch voneinander ab. Bislang habe ich diesen Sommer nämlich- äääh- genau: gar kein Eis selbst gemacht! (Dafür sehr viel selbst gegessen, aber das ist eine andere Geschichte).
DOCH- heute habe ich den inneren Eis-Schweinehund bezwungen und dachte mir "Sonntag, hatte heute noch gar kein Eis- hmmmm". Bei Instagram kam mir immer wieder diese Nicecream unter und ich dachte mir so - "was zum Teufel? Was für ein unglaublich bescheuerter Name!"
Nicecream? Besonders nett oder wie? Höfliche und zuvorkommende Eiscreme? Klaaaar.



Aber heute habe ich mich dann einfach rangewagt. Und danach für euch gegoogelt, wie man auf so einen Namen kommt. Nicecream ist nämlich eigentlich die Abkürzung für Nana-Icecream, was wiederum die Abkürzung für Banana-Icecream ist. Alles klar, oder? Aber anstatt Banana-Icecream zu sagen, muss man das Ganze natürlich instagram-tauglich abkürzen, daher also Nicecream. Klingt nebenbei auch noch...nett. Wie auch immer, wenn schon nicht namentlich, kann die Nicecream wenigstens geschmacklich überzeugen.

Für eine Portion für 2 Personen braucht ihr:

3 tiefgefrorene Bananen
eine Handvoll frische Erdbeeren (möglichst reif)
einen Schuss Mandelmilch
Kokosflocken (oder anderes Topping)
einen TL Honig

 Die Vorbereitung, die Nicecream braucht, ist überschaubar. Eingefrorene Bananen. Das wars. Relativ simpel also, man muss nur welche haben. Da ich regelmäßig Bananen zuhause habe (vor allem für Smoothies) und auch oft einige übrigbleiben, frier ich ständig Bananen ein. Profi-Bananen-Einfrierin sozusagen. Deswegen kann ich euch auch verraten, dass ihr sie am besten ohne Schale einfriert und vorher in Stückchen schneidet (so hat der Mixer später weniger zu kämpfen). Sie sollten indestens 8 Stunden eingefroren sein, damit die Konsistenz hinkommt, natürlich halten sie sich auch viel länger (mehrere Wochen, vielleicht auch Monate). Also im Zweifelsfall- einfach Mal Bananen einfrieren, man weiß nie, wann man sie noch brauchen kann.

Die Bananenstück kommen dann (gefroren, nicht aufgetaut) in den Mixer, zusammen mit den geschnittenen (oder zumindest gewaschenenen) Erdbeeren, der Mandelmilch (lässt sich sicher auch durch Reismilch oder normale Milch ersetzen) und dem Honig. Das wird dann alles auf höchster Stufe so lange vermixt, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Ich muss gleich dazusagen, dass Nicecream und Mixer nicht immer Freunde sind. Man braucht schon einen leistungsstarken Standmixer, der mit den Bananen zurecht kommt. Mit Stabmixern habe ich es bisher noch nicht probiert. Getoppt habe ich die Nicecream dann mit Kokosflocken, aber natürlich kann man hier auch Gojibeeren, Nüsse oder anderen Zeugs nehmen.

Ganz zufällig ist mir dann beim Verzehr vorher aufgefallen, dass das Rezept zufällig sogar noch fast vegan ist. Den Honig kann man weglassen oder Ersetzen, ansonsten also auch für Veganer (oder auch nicht-Veganer) geeignet. Und ich kann nur nochmal betonen- es schmeckt unglaublich gut! Schade, dass der halbe Sommer schon vorbei ist, aber ich werde definitiv noch ein paar Variationen ausprobieren.

Kennt ihr Nicecrem und habt ihr noch gute Kombinationen auf Lager?




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