Manchmal bin ich einfach zu ungeduldig. Im letzten Post hab ich noch ein bisschen gejammert, dass ich viel zu wenig Zeit habe, um den Herbst zu genießen und WHAAMMM- plötzlich steht ein wunderschönes Herbstwochenende wie aus dem Bilderbuch bevor. Spazierengehen, Kino (Der Marsianer- sehr zu empfehlen! Spannend und lustig!) und- das Kürbisfest! Das ist inzwischen richtig Tradition geworden. Auch wenn sich auf dem Kürbisfest vor allem haufenweise Kleinkinder tummeln und man nicht viel machen kann außer- richtig: alles mit Kürbissen- ist es jedes Jahr wieder toll. Vor allem, wenn man so einen schönen Herbsttag mit Sonne erwischt!
Deswegen gibt es heute mal weniger Geschwafel und mehr bunte Blätter. Achja, und sehr sehr viele Kürbisse. (Kaum zu glauben, wie glücklich einen solche Dinge machen können, oder? Natürlich nur in Kombination mit lieben Menschen um einen herum ;))
Na, hab ich zuviel verschprochen? Kürbisse in allen Größen, Farben und Formen! Vor allem in allen Verarbeitungsformen. Kürbissuppe, Kürbisschnitzel, Kürbischips, Kürbis mit Kürbis- es gibt nichts, was es auf dem Kürbisfest nicht gibt! Sogar Blasmusik! (Nein, ich habe keine Kooperation mit dem Veranstalter, meine Verzückung ist ganz echt und unbezahlt)
Im Übrigen bietet der Spaziergang vom "Himmel" (am Cobenzl) nach Grinzing (oder Sievering) ein wunderschönes Wien-Panorama. Weinberge im Vordergrund, die Stadt dahinter. Und Sonnenstrahlen, die die Wolken durchbrechen. Klingt kitschig, war aber wirklich schön. Leider konnte das Vorhaben, dieses Jahr mit den Stadtwanderwegen zu beginnen, noch nicht wirklich in Angriff genommen werden. Aber vielleicht klappt es ja diesen Herbst noch.
Ich wünsch euch eine wunderschöne herbstliche Woche!
Eigentlich liebe ich es ja, Jahreszeiten auszukosten.Ausgedehnte Tage am See im Sommer, Kekse backen und Glühwein schlürfen im Winter und ausgedehnte Spaziergänge durch die Weinberge im Herbst. Aber leider trifft es sich gerade so, dass der Herbst bereits vor einigen Wochen Einzug gehalten hat und ich irgendwie nicht hinterher komme. Da reicht einmal Kürbiscremesuppe kochen lange nicht aus, um mein Jahreszeiten-Auskost-Bedürfnis zu erfüllen! Auch einmal Zwetschgenkuchen backen hilft da nicht viel, wenn man noch kein einziges (!) Kürbisfoto auf Instagram gepostet hat. Und dementsprechend ist mir bislang auch noch kein schöner Kürbis untergekommen (versteht sich von selbst, der hätte sonst sofort herhalten müssen, nicht wahr?) Naja gut, im Supermarkt schon, aber da ist der Hintergrund leider nicht so bloggeresque. Keine bunten Blätter, keine Weinberge, keine Brauntöne. Fällt also schon mal weg.
Dieses Wochenende habe ich aber notgedrungen eine kleine Pause eingelegt. Gestern wurden mir 2 Weisheitszähne gezogen und ich nutze die Tage mal, um ein bisschen aufzuholen. Seit Wochen warten so viele Posts im Bloggerfeed auf mich, ich wollte ewig schon die Ecken in der Wohnung aufräumen, die man immer verzweifelt versucht zu verstecken und und und. Zum Glück wird mir ja nicht so schnell langweilig! Auf jeden Fall habe ich festgestellt, dass ich trotz nicht-vorhandenem Kürbis (den ich übrigens gar nicht so gut finde, aber optisch ist er einfach ein Knaller!) doch ab und zu unterwegs war im Oktober. Deswegen gibt es heute ein paar Instagram-Eindrücke.
Zu essen gab es genug- wenn auch keinen Kürbis. Das Rezept für Porridge mit Feigen gab es hier auf dem Blog für euch. Leider unfotografiert verputzt wurde der Zwetschgenkuchen mit Zimtstreuseln- ich will mich nicht loben aber der war wirklich unverschämt gut! Gefrühstückt wurde wieder und an besonders kalten Tagen gab es abends Ofengemüse- der Renner für mich derzeit!
Wir waren im Zoo und ich habe hier darüber berichtet. Nach 3 Jahren Zoo-Abstinenz war es für mich toll, wieder mal dort zu sein. Und ich habe das Faultier endlich mal wieder gesehen. Zwar nur kurz. Und nur den Rücken. Aaaaber immerhin gesehen!
Und sonst so? Flohmarkt-Besuche machen den Herbst für mich auch immer besonders schön, das gehört einfach dazu! Außerdem hatten wir in Wien Wahlen und ich war sehr erleichtert, dass das Ergebnis doch nicht so schlimm ausgefallen ist wie bisher. Wenzel (rechts im Bild) freut sich auch!
Habt ein schönes herbstliches Wochenende ihr Lieben! Ich werde mich jetzt auf Kürbissuche begeben ;)
Dieses Jahr war ich gut unterwegs, was neue Frühstücksideen anging. Hier und hier hatte ich euch bereits jeweils 3 Ideen gezeigt. Damit kann ich heute nicht auftrumpfen, aber dafür gibt es so ein gutes Rezept, das man auch drei Tage hintereinander essen kann (gut verkauft, oder?). Nein, Scherz beiseite, ich könnte wirklich fast jeden Tag Porridge essen. Oder Müsli. Oder Porridge mit Müsli. Ist ja irgendwie doch alles das gleiche. Nichtsdestotrotz gibt es unzählige Kombinationen und passend zum Herbst und miesen Wetter, habe ich letzte Woche Porridge mit Feigen gemacht.
Alles was ihr braucht : (wie immer eine kurze Zutatenlist, Zeit ist Geld ähh Gold- vor allem früh morgens)
Haferflocken (klein. oder großblättrig ist eigentlich egal)
Milch/Wasser (man kann auch beides mischen, für die ganz Gewagten unter uns)
ein bisschen Honig
frische Feigen eine Prise Zimt
Die Haferflocken mit Wasser oder Milch aufkochen lassen und danach 10-15 Minuten bei kleienr Flamme weiterköcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Das Porridge sollte eine schöne schleimige Konsistenz haben (tut mir Leid, das Wort klingt echt grauenhaft, aber es passt so gut!).
Den Honig einfach am Ende untermischen, die Menge hängt von eurem persönlichen Honig-Empfinden ab. Wenn ihr Konsistenz-mäßig zufrieden seid, kommt das Ganze in eine Schüssel und wird mit den aufgeschnittenen Feigen getoppt. So nobel bescheiden, wie das auf dem Bild aussieht, frühstücke ich natürlich nie. Da müssen mindestens noch 1-2 Feigen drauf, am liebsten matsche ich auch alles noch gut durch, dann schmeckt es einfach besser. Aber ansehnlicher ist eindeutig die in-einem-schönen-Halbkreis-aufgelegte-hauchdünne-Feigenscheibchen-Variante.
Im Übrigen musste ich vorher wieder über mich selber lachen. Eigentlich hatte ich das Gefühl, viele Fotos aus jeder erdenklichen Perspektive zu haben. Immerhin hatte ich mich ja verbogen, von oben, von unten, vorne und hinten Fotos von dieser (eigentlich gar nicht so spektakulären) Schüssel gemacht. Man muss den Lesern ja schließlich etwas bieten. Beim Durchsehen und Bearbeiten der Fotos hab ich dann ziemlich blöd geschaut. Sehen irgendwie alle gleich aus. Und Porridge sieht nun mal aus wie Porridge, auch wenn es hübsch mit Feigen dekoriert ist. Tja... Blöd gelaufen.
Ich hoffe, jemand kennt dieses Phänomen auch noch und ich bin nicht allein damit.
Also hoffentlich freut ihr euch auch über viele ähnliche Fotos von langweiligem schleimigem Porrdige- das aber dafür ganz ausgezeichnet schmeckt!
Weitere Frühstücksideen gibt es außerdem auf meinem Pinterest-Board!
So, ich geh jetzt kontrollieren, ob auf anderen Blogs die Fotos in einem Post auch alle ähnlich aussehen, um mich selbst zu beruhigen ;)
Im Moment habe ich das Gefühl, als würden sich die Ereignisse überschlagen. Erst gestern habe ich beschlossen, dieses Jahr ganz bestimmt einen Jahresrückblick anzuschauen, weil ich wohl nur so all die Dinge in meinen Kopf hineinbekomme, die dieses Jahr passiert sind. Vor einigen Wochen habe ich ja schonmal über den derzeitigen Umgang mit Flüchtlingen geprochen und seit ich meinem Ärger und meiner Hilflosigkeit ein wenig Luft gemacht habe, geht es mir viel besser. Ich habe es endlich geschafft, etwas zu tun und mir selbst zu überlegen, wie ich mit dieser Situation umgehen möchte.
Vermutlich oder ganz bestimmt sogar hat sich dadurch die Lage nicht entschärft. Auf der einen Seite findet ein "Voices for refugees"-Konzert statt mit Größen wie den Toten Hosen, die ein klares Statement gegen Fremdenhass abgeben und über 100 000 Leuten die auf dem Heldenplatz ein Zeichen setzen wollen. Auf der anderen Seite sehe ich mit wachsender Besorgnis die steigenden Zahlen der FPÖ in Umfragen zur Wienwahl kommende Woche. Was in den nächsten Monaten passieren wird, kann wohl niemand abschätzen. Aber wir versuchen, etwas zu tun. Hier und jetzt und so gut wir es eben im Rahmen unserer Möglichkeiten können.
Heute war ein wundervoller Sonntag. Wir haben den Tag genützt und eine -inzwischen kann man schon fast sagen befreundete- Familie aus Syrien, die wir vor ein paar Wochen kennenlernten, mit in den Zoo genommen.
Man kann sich vorstellen, wie begeistert Kinder sind, die zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Zoo sind. Schönbrunn hat sehr viel zu bieten und wir haben das natürlich ausgenützt und gefühlt allen (tatsächlich wohl gerade mal der Hälfte) der Tiere einen Besuch abgestattet.
Eigentlich wollte ich nur Fotos posten und meine Gedanken zu dem Thema für mich behalten, habe es mir dann aber doch anders überlegt. Nicht, um mich selbst oder andere zu profilieren, sondern um zu zeigen, dass es gar nicht so viel braucht, um etwas zu tun. Egal, ob es ein Ausflug, ein gemeinsames Essen oder sonstige Unterstützung in Form von Sach- oder Geldspenden ist- jeder kann auf seine Art etwas dazu beitragen. Ich hatte schon lange nicht mehr so viele Gänsehaut-Momente wie heute, wenn die Kids mit offenem Mund und entzücktem Begeisterungsruf ihre Eltern auf etwas aufmerksam machten, oder uns einfach an der Hand nahmen, als würden wir uns schon ewig kennen.
Es kann so einfach sein und es bringt trotzdem so viel. Nicht nur den betroffenen Personen, sondern vor allem einem selbst. Diese Erfahrungen sind einfach unbeschreiblich.
Ich kann nur sagen- macht etwas. Irgendetwas! Es wird so oder so Anklang finden und ist für einen selbst meiner Meinung nach eine Bestätigung, dass man sehr wohl über seinen eigenen Schatten springen kann und zur Stelle ist, wenn es darauf ankommt. Man muss nicht sein bisheriges Leben aufgeben, seine Ersparnisse spenden und die halbe Wohnung für Flüchtlinge zur Verfügung stellen, kleine Dinge bewegen auch- manchmal sogar noch viel mehr, als man denkt.
Im September war es auf dem Blog richtig ruhig. Ich war selbst überrascht, wie lange der letzte Beitrag schon her ist. Das liegt vor allem daran, dass ich derzeit in der Endphase beim Masterarbeit schreiben stecke und ich mir einfach nicht den Stress machen möchte, mir irgendwelche Posts aus den Fingern zu saugen. Wenn es nicht geht, gibts eben mal eine kurze Blogpause und dann geht es wieder weiter, sobald ich Zeit und Energie getankt habe. Die Arbeit ist zwar noch nicht abgegeben, aber in den nächsten 2 Monaten werde ich hoffentlich meinen Masterabschluss in der Tasche haben und ich freu mich zur Sicherheit jetzt schon mal (Vorfreude + schönste Vorfreude + so).
Heute war aber ein Tag, an dem ich überraschenderweise mal nicht erst spät abends nach Hause kam und noch vierundzwanzig Dinge erledigen musste sondern sogar bei Tageslicht (!) einkaufen gehen konnte (!!) und hochmotiviert war, etwas Gutes zu kochen. Ihr müsst euch vorstellen, seit eineinhalb Wochen habe ich keinen Kaffee im Haus! Normalerweise gibt es bei mir nur zwei Katasrophenfälle: entweder keine Milch zuhause oder keinen Kaffee. Tja, die Milch steht schon seit einer Woche im Kühlschrank und ist bald schon wieder abgelaufen, aber der Kaffee fehlt immer noch. Heute wurde dieses Problem also an der Wurzel gepackt und eliminiert (sogar mit dem Kauf eines Doppelpacks Kaffee- harhar). Und weil ich so hochmotiviert und vor lauter unerwarteter Sonnenstrahlen wohl auch ganz endophinisiert oder so war, wollte ich gleich mal ein paar Dinge von meiner Pinterest-Herbst-Pinnwand in die Tat umsetzen (immer nur pinnen macht auf Dauer nämlich auch nicht glücklich, man sollte auch ab und zu etwas von den 4000 Rezepten ausprobieren).
Und da das Rezept nicht nur sehr einfach und fleischlos (sprich vegetarisch oh- und sogar vegan!) ist, wollte ich es euch nicht vorenthalten. Auch wenn Fotos machen an einem nebligen HErbstabend suboptimal ist, es muss einfach sein!
Ihr braucht (für 2 Personen):
120 g Linsen
Spaghetti für 2 Personen (bitte fragt mich nicht, wieviel das ist. Ich und Nudeln abschätzen...)
eine Zwiebel
ein bisschen Basilikum
12-15 Cherrytomaten
Olivenöl Salz, Peffer und ein scharfes Gewürz (Chili o.Ä.)
Das Beste ist- alles ganz einfach! Die Zwiebel klein schneiden und im Olivenöl andünsten, bis sie glasig ist. Die Cherrytomaten halbieren und mit dem Basilikum dazu. Dann die Linsen dazuwerfen und mit Wasser auffüllen, bis die Linsen großzügig abgedeckt sind. Jetzt könnt ihr ruhig schon würzen. Ich habe auch ein bisschen Scharf reingepackt, dann bekommt die Bolognese ein bisschen Pfiff, ist aber natürlich Geschmackssache. Das wird dann auf kleienr Flamme so 20-30 Minuten köcheln gelassen, je nachdem wie lange die Linsen brauchen (einfach zwischendurch probieren, man muss sowieso ab und zu umrühren). Die Spaghetti nach Packungsanleitung kochen und dann zusammen servieren- fertig!
So einfach geht das und ich kann euch versprechen- es schmeckt richtig richtig gut! Derzeit versuche ich wieder ein bisschen bewusster darauf zu achten, nicht ständig Fleisch zu essen und gerade solche Rezepte bieten sich dafür natürlich super an. Ganz heiß und mit ein bisschen Schärfe sind die Spaghetti so ein richtiges Soulfood, perfekt für kalte, nasse Herbstage!
Ich wünsch euch einen guten Start in die herbstliche Woche! Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin richtig in Herbststimmung und könnte jeden Tag Linsenbolognese essen. Oder Kürbisfeste besuchen. So viele Vorhaben und noch so viel Masterarbeit zu schreiben....
Nach einem umwerfenden, heißen, ereignisreichen Sommer wird es langsam kühler und komplementär zu den sinkenden Temperaturen steigt bei mir die Vorfreude auf den Herbst. Normalerweise gibt es ja einen schleichenden Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten, ehe man sich versieht wird die Jacke immer dicker und genauso die Schichten an Socken, die man anzieht. Aber dieses Jahr war es anders- den einen Tag war ich noch mit Flip-Flops, Shorts, Eis in der Hand und Sonnenbrille unterwegs, einen Tag später wurde mir genau diese beim ersten Schritt vor die Tür vom Kopf geweht. "Mist, Regenjacke vergessen!", dachte ich mir einen moment später. Öhm-Regenjacke? Wo ist die gleich nochmal verstaut?
Inzwischen hab ich mich an die kühleren Temperaturen (man könnte es auch Normalzustand nennen) gewöhnt und die Vorfreude auf den Herbst ist immens! (ja, wirklich immens!) Ich dachte, es wäre eine gute Möglichkeit, eine kleine Bucketliste zu schreiben. Dinge, die ich gerne machen würde. Weil ich so gern Listen schreibe. Weil ich mir vorgenommen habe, mir Dinge vorzunehmen, ohne sie mir vorzunehmen. Klingt komisch, ist aber so. Ich möchte mich inspirieren lassen und gleichzeitig nicht den Druck haben, alle Punkte abzuarbeiten. Deswegen sind auch eher kleinere Vorhaben dabei, und ich hab ausnahmsweise mal auf Riesenprojekte wie meine-eigene-Winterkollektion-nähen, jedes-Wochenende-wandern-gehen und mein-inneres-Ich-finden verzichtet. 8 kleine Dinge, auf die ich mich freue und die ich gerne diesen Herbst machen möchte. Oder vielleicht auch nicht.
1. Einen Herbstspaziergang in den Weinbergen machen
Die Weinberge gehören für mich einfach zum Herbst und zu Wien dazu. Dadurch, dass ich nicht im Zentrum wohne sondern eher am Stadtrand (oder auch auf dem Land, die böse Zungen behaupten ;)), sind die Weinberge sehr nah. Im Herbst ist es dort besonders idyllisch, wenn die Trauben reif sind und überall rote und gelbe Weinblätter in allen Schattierungen liegen.
2. Mich mit einem guten Buch im Bett vergraben
Wenn es draußen regnet und schon früh dunkel wird, gibt es nichts besseres, als sich mit einer Kanne Tee, einer Wärmeflasche und einem guten Buch im Bett zu verkriechen und zu lesen. Im Sommer bin ich endlich wieder zum Lesen gekommen, das würde ich mir gerne für den Herbst - zumindest teilweise- beibehalten
3. Neue Frühstücksrezepte ausprobieren
Im Sommer findet man ja vor allem Obstsalat, fruchtige Smoothies und Müsli mit Beeren auf Pinterest und im Instagram-Feed. Der Herbst ist aber perfekt dafür geeignet, wieder wärmeres Porridge und andere Köstlichkeiten auszuprobieren.
4. Blogprojekte umsetzen
So viele Ideen schwirren mir im Kopf herum, aber die Zeit lässt es leider nicht zu, alle so umzusetzen wie ich gern würde. Aber man kann ja mal damit anfangen, nicht war? Außerdem möchte ich damit anfangen, auch Themen, die mich wirklich beschäftigen, Platz zu bieten (wie die aktuelle Flüchtlingssituation) anstatt nur Schönes, Praktisches und bloggeresques zu posten.
5. Eine Hühnersuppe kochen
Lacht nicht, ich habe erst wenige Male (sprich 2 Mal) eine richtige Hühnersuppe gekocht. Hauptgrund war, dass ich erstens nicht wusste, wie man das macht (im Nachhinein wirkt das lächerlich) und zweitens die Suppe eine Zeit kochen muss, um richtig gut zu schmecken.
6. Kinobesuche (am besten gleich mehrere!)
Endlich wieder in die kuscheligen Kinosessel eingraben und für zwei Stunden die welt draußen vergessen. "Fuck ju Goethe 2" kommt in die Kinos, der muss auf jeden Fall angeschaut werden!
Statt Kinobesuchen find ich auch Heimkinoabende mit sebstgekochtem Essen sehr verlockend. Hoffentlich regnet es den ganzen Herbst (außer, wenn ich meinen Herbstspaziergang in den Weinbergen mache ;))
7. Das perfekte Chai latte-Rezept finden (mit dazugehörigem Chai)
Im Winter bin ich ja ein echter Tee-Fan. Chai-latte habe ich bislang nur in Cafés getrunken und möchte gerne selbst mal ein Rezept ausprobieren. Irgendwie muss es ja möglich sein, dieses Getränk auch selbst zuhause zuzubereiten.
8. Mir weniger Stress machen
Ich bin leider ganz schlecht im Nicht-Planen. Zu viele Ideen, zu wenig Zeit. Und keine Bereitschaft, irgendetwas fallen zu lassen. So muss das nicht unbedingt weitergehen in den nächsten Wochen. Das Thema Entschleunigung ist ja im Moment sowieso überall zu finden. Am Wochenende Ausschlafen ohne Wecker, sehen, was der Tag bringt. Das würde ich mich zumindest für einen Teil meiner Freizeit wünschen.
Und wie sieht es mit euren Plänen für den Herbst aus?
Okay, eines nach dem anderen. Eigentlich wollte ich eine neue Blogreihe starten. Eigentlich wollte ich einen der Posts auch der Flüchtlingsproblematik widmen (ich spreche hier von Problematik, weil WIR ein Problem haben, unsere Verantwortung wahrzunehmen, man könnte genauso gut Flüchtlingskatastrophe sagen). Der erste Post sollte jedoch ganz ein anderes Thema haben und diese Woche online gehen. Manchmal muss man aber alle Pläne über den Haufen werfen, denn die Nachricht, die seit einigen Stunden durch die Medien geht, schockiert mich einfach.
Das Sterben im Mittelmeer entsetzt uns bereits seit Monaten, die Flüchtlingspolitik fährt (meiner Meinung nach) komplett gegen die Wand und jetzt sterben direkt vor unserer Tür auch noch dutzende Menschen in einem LKW, zusammengepfercht wie Vieh. Wenn man den Artikel vom Standard liest, wird einem richtig schlecht. Anscheinend waren Flüchtlinge auf engstem Raum in diesem Kühltransporter gefangen gewesen, wie es zu dem Tod aller (!) Mitfahrender kam, ist noch unklar. Ich will es mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen. Der Fahrer ist natürlich ausgenommen, der ist nämlich flüchtig. Die Nachrichten sind mindestens genauso schlimm, wie die Dokumentationen, die ich über ehrenamtliche Schiffe im Mittelmeer gesehen habe, die mit durch Spenden finanzierte Schwimmbojen einsetzen, um hunderte von verzweifelten Menschen in Sicherheit zu bringen.
Trotzdem kommen mir fast die Tränen, wenn man so etwas liest.
Eine Bloggerin, die sich in der Flüchtlingsthematik mehr als nur eingesetzt hat, ist Maddie von DariaDaria. Die letzten Wochen ließ sie ihren Blog (und damit auch ihre Arbeit, denn sie lebt vom Bloggen) einfach stehen und fuhr nach Traiskirchen, um Flüchtlinge zu unterstützen, Sachspenden zu sortieren und einfach mit den Menschen in Kontakt zu treten.
Erst kürzlich wieder gab es von ihr einige Posts zu der Thematik, zum Beispiel "Weil ihr nicht wegschauen dürft" oder "Wie man helfen kann"
Und genau darüber zerbreche ich mir seit Wochen schon den Kopf und werde nicht schlauer. Freundinnen von mir fahren regelmäßig nach Traiskirchen, um beim Spenden sortieren zu helfen. Ich habe es bisher noch nicht geschafft, weil ich einfach nicht rechtzeitig aus der Arbeit wegkomme. Und schäme mich dafür. Sachspenden sammeln ist sicherlich sinnvoll, jedoch quellen die Spendenlager der Caritas derzeit über, weil (leider auch viel Unbrauchbares) gespendet wird.
Geld spenden ist natürlich eine Möglichkeit, von der ich auch schon Gebrauch gemacht habe, jedoch reicht mir das nicht. Ich möchte gerne etwas tun und ich möchte etwas Sinnvolles tun. Menschen aufrütteln, nicht wegzusehen, sondern den grausamen Zuständen ins Auge zu blicken.
copyright by Maddie
Maddie hat es vorgezeigt, in ihrer Hilflosigkeit schrieb sie einen Brief an das Bundesministerium für Inneres und siehe da- aufgrund ihrer unglaublichen Plattform in den sozialen Medien bekam sie Gehör und verschaffte einer Familie ein Dach über dem Kopf. Sie hat gebrüllt und wurde gehört, wie sie es so schön formuliert hat. Ein Tropfen auf den heißen Stein, wie sie selber sagt, aber ich denke, dass hier einiges ins Rollen gebracht wurde (die Geschichte könnt ihr auch auf ihrer Facebookseite nachlesen). Es geht darum, aufmerksam zu machen und nicht die Klappe zu halten und hilflos die Schultern zu zucken.
Erst gestern kam ein großartiges Video von Joko & Klaas online. Dass ich die beiden ohnehin ganz gut finde, sei dahingestellt. Ob sie damit auch ihr Image pushen oder nicht, ebenso. Es ist mir eigentlich verdammt egal, ob die beiden oder auch Till Schweiger durch klare Statements oder ihr Engagement für Flüchtlinge mehr Zuspruch und Fans erhalten. Denn es geht darum, den Mund aufzumachen, wie sie so schön sagen.
Dadurch bin ich auf das Projekt #bloggerfuerfluechtlinge aufmerksam geworden. Eine gute Initiative, die ich jedem ans Herz legen möchte. Es geht darum, Geld zu spenden, Dinge zu spenden, Zeit zu spenden aber- mindestens genauso wichtig- auf die Situation aufmerksam zu machen.
Nicht, um bei einem aktuellen Trend ("ich helfe jetzt auch mal ein bisschen mit um mein Gewissen zu beruhigen") mitzumachen, sondern um die Plattform, die man als Blogger hat zu nützen und Menschen zu erreichen. Und um seinen Standpunkt zu verdeutlichen. Ich teile NICHT die Meinung der rassistischen, menschenverachtenden Minderheit mit komplett verdrehtem Nationalgefühl, die Obdachlose, die ihnen ihr ganzes Leben lang egal waren, als Ausrede benützen, um gegen Flüchtlinge zu wettern.
Und nach den ganzen unfassbaren Geschehnissen, die mich sprachlos gemacht haben, reicht es jetzt mit fehlenden Worten. Etwas muss getan werden. Ich habe keine Ahnung was genau, aber es wird getan, so viel steht fest!